Einfamilienhaus R

Asperg, 2016

Die Lage des Gebäudes an einem Südhang und in einem gewachsenen Wohngebiet aus den 1960er Jahren wird geprägt von der herausragenden Aussicht über dem Stadtkern von Asperg. Im Norden wird das Grundstück von einer vielbefahrenen, überörtlichen Verbindungsstraße begrenzt.

Das Gebäude selbst überträgt die Typologie des klassischen Siedlungshauses in eine neue Formensprache. Ein umlaufendes Fensterband im Erdgeschoss und der geschlossene Dachkörper ohne Überstände prägen das Erscheinungsbild.

Der transparente Wohnbereich im Erdgeschoss ermöglicht offenes Wohnen. Der zentrale Erschliessungskern dient als ordnendes Element und trennt Wohn- und Essbereich mit Küche.

Die weitgehende Immaterialität der Aussenwände ermöglichen fliessende Übergänge zur umgebenden Natur. Störende Einflüsse des Verkehrs werden durch eine dichte Hecke gemildert. Sorgfältig ausgewählte Bepflanzung schützt vor Einblicken der Nachbarn.

Das Obergeschoss ist 3- seitig geschlossen und wird getragen von dem bereits erwähnten Erschliessungselement, sowie 4 filigranen Stahlsäulen. Dort sind ein Kinderzimmer, sowie das Elternschlafzimmer mit Bad untergebracht.

Die tatsächliche Dimension des Gebäudes wird von der Talseite sichtbar.
Unter der grosszügigen Südterrasse befindet sich ein Sockelgeschoss mit zwei weiteren Kinderzimmern mit eigenem Bad, einem Büro, sowie die Garage und die Keller- und Technikräume.

Sämtliche Wohn- und Aufenthaltsräume des Gebäudes sind nach Süden orientiert und verfügen durch die terrassenförmige Gebäudestruktur über Zugang zu vorgelagerten Freibereichen.

Dunkle Putzfassaden stehen in bewusstem Gegensatz zur Transparenz der unbehandelten Eichenholzfenster. Das Innere des Gebäudes ist in monochromes Grau getaucht. Die Farbigkeit des Sichtestrichs, der Wandbeschichtung und der Einbaumöbel wurde sorgfältig abgestimmt mit dem Ziel der möglichst weitgehenden Immaterialität durch Homogenität von Boden, Wand und Decke.