Einfamilienhaus G

Schwieberdingen, 2013

Der Bebauungsplan von 1972 erlaubt mit wenigen, sinnvollen Bestimmungen den Bau von qualitätvollen, kubischen Einfamilienhäusern und ist damit beispielgebend. Dies war nach eingehenden Voruntersuchungen ein Hauptgrund für den Kauf des Grundstücks.

Aus unterschiedlichen Entwurfsvarianten wurde die Lösung mit mittiger Erschließung, flankiert von zwei kubischen Baukörpern, ausgewählt.
Diese wirken durch ihren Tiefenversatz vermittelnd zu den versetzt angeordneten Nachbargebäuden.

Die Hauptwohnebene wurde bewusst in das obere Geschoss verlegt. So entsteht die gewünschte Privatheit. Als Freisitz wird die dem Wohnzimmer vorlagerte, intime Westterrasse genutzt. Die Südterrasse vor dem Koch- und Essbereich ist durch die massive Brüstung vor Einblicken geschützt.

Die zentrale Erschließung trägt dem Wunsch der Bauherrschaft nach unabhängiger Nutzung aller Funktionsbereiche Rechnung. Diese können durch Schiebeelemente abgeteilt werden. Kinder- und Wohnbereich sind nach Süden orientiert und verfügen über ein separates Bad mit Schrankraum. Das Wohnzimmer mit offenem Kamin ist nach Westen und zur Außenterrasse orientiert. Küchen- und Essbereich mit Südterrasse grenzen an den Schrank- und Hauswirtschaftsraum. Das Elternschlafzimmer mit Hauptbad verfügt über Gartenbezug und ist ebenfalls mit dem Schrankraum verbunden.

Die Einliegerwohnung im Sockelgeschoss ist baugleich mit dem Kinderbereich in der oberen Ebene und kann bei Bedarf auch als solcher genutzt werden. In der geräumigen Garage finden bis zu vier Fahrzeuge Platz.

Das weitgehend konventionell errichtete Gebäude wurde mit einer Aussenfarbe aus graugrünem Putz und anthrazitfarbenen Holz- Aluminiumfenstern versehen. Die Garage der autobegeisterten Familie integriert sich durch das verputzte Garagentor selbstverständlich in die Hauptansicht.